Reisemedizin


Viele Tiere begleiten heutzutage ihre Besitzer in den Urlaub oder werden aus Urlaubsländern nach Deutschland importiert. Gerade bei Reisen in südliche Länder besteht für mitreisende Tiere allerdings die Gefahr einer Infektion mit verschiedenen Erregern.

Vor einem Auslandsaufenthalt eines Haustieres sollten Sie Kontakt zu uns aufnehmen um sich über gezielte prophylaktische Schutzmaßnahmen zu informieren. Konsequenter Schutz ist wichtig! Hierfür sollten Tierarzneimittel ausgewählt werden, die eine Zulassung für die verschiedenen Zeckenarten, die Stech- und Sandmücken, sowie Flöhe haben. Nach einem Auslandsaufenthalt empfehlen wir mit zeitlichem Abstand eine Blutuntersuchung abgestimmt auf das jeweilige Reiseland durchzuführen.

Abgesehen von der (freiwilligen) Parasitenprophylaxe müssen bei Reisen ins Ausland die Tiere bestimmte Impfungen nachweisen. Sie finden die Details über Einreisebestimmungen der EU und Nicht-EU Länder auf der homepage der Firma Merial.

Bei den meisten dieser Erkrankungen stehen je nach Infektionsstadium von der akuten Phase unmittelbar nach der Exposition, über die frühe Phase einer Erkrankung bis hin zu einem späten Zeitpunkt, mehrere Monate nach der Reise, andere Nachweismethoden zur Verfügung.

Zecken, Flöhe und Stechmücken verursachen nicht nur beim Hund mit ihren Stichen und Bissen Hautreizungen, sondern werden darüber hinaus auch für den Menschen zu einer Gefahr, weil sie auch zunehmend in unseren Regionen bakterielle und protozoäre Infektionen oder Viruskrankheiten übertragen können. Eine weitere Gefahr für Mensch und Tier besteht vor allem im mediterranen Raum durch Schmetterlingsmücken (Sandmücken), die die Leishmaniose übertragen können.

Vor gut 20 Jahren wurde die Borreliose in Deutschland bekannt. Mittlerweile wird die Anaplasmose immer häufiger bei Hunden diagnostiziert. Babesiose und Ehrlichiose, ehemals typisch mediterrane durch Zecken übertragene Erkrankungen, können nun auch in Deutschland erworben werden. Eine recht neue Erkrankung in Europa stellt die Hepatozoonose dar, welche ursprünglich aus Afrika stammt. Die diese Krankheit übertragenden braune Hundezecken werden per Schiff in die Hafenstädte Europas gebracht.

Reisende Hunde sollten nicht nur vor Ektoparasiten sondern auch vor Wundinfektionen und dem Herzwurm (Dirofilaria) mit entsprechenden Präparaten geschützt werden.