Microchip-Kennzeichnung

Ein Microchip, auch Transponder genannt, ist quasi der "Personalausweis" des Tieres. Der Transponder wird mit einer Spritze vollkommen schmerzfrei unter die Haut im Nacken des Tieres, bzw. an dessen Schulter, gesetzt.
Diese Methode ist weniger belastend für das Tier, als die früher übliche Tätowierung und absolut dauerhaft.
Der Transponder sendet selbst keinen Strahlung aus, ist also passiv und "antwortet" erst dann, wenn ihn ein Tierarzt oder ein "Finder" des verlorenen Tieres (etwa ein Tierheim) mit einem Lesegerät abfragt.
Die Transponder-Kapsel besitzt ein gläserne Hülle, die mit dem Gewebe des Tieres vollkommen verträglich ist - dessen Gesundheit also in keiner Weise beeinträchtigt.
Auf dem Transponder ist eine 15-stellige Nummer gespeichert, die eine weltweit einmalige 12-stellige Zahl beinhaltet, sowie eine 3-stellige Länderkennung (Deutschland = 276).
Der Chip ist fälschungs- und manipulationssicher und beliebig häufig ablesbar.

Vom dem 3. Juli 2011 an ist die Kennzeichnung von Hunden, Katzen, Frettchen und weiteren Haustieren übrigens Pflicht. Sie ersetzt, bzw. ergänzt dann den EU-Heimtierausweis, ohne den Sie auch heute bereits keine Ländergrenze passieren dürfen.

Achtung!

Die Markierung Ihres Tieres mit einem Chip hat nicht automatisch zur Folge, dass das Tier identifiziert werden kann, wenn es beispielsweise entlaufen ist. Das funktioniert erst dann, wenn Sie vorher die Transponder-Nummer bei einer der entsprechenden Datenbanken registriert haben.
Die kostenlose Registrierung kann in Deutschland z.B. hier erfolgen:

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Tasso
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Deutsches Haustierregister

Eine doppelte Anmeldung bei beiden Registern ist nicht notwendig, da beide Datenbanken regelmäßig die Daten abgleichen und austauschen.
Sollten Sie Ihr Tier allerdings im europäischen Ausland verlieren, ist es wahrscheinlich, dass die dortigen Registrier-Datenbanken die deutschen Daten nicht kennen, weil datenschutzrechtliche Gründe dies einstweilen verhindern.
Ein in Österreich verlorenes Tier sollte z.B. bei einer der Datenbanken von www.Animaldata.com oder www.Petcard.at zeitnah nachregistriert werden. In der Schweiz existiert dafür die "Anis" (www.anis.ch/de).